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Kreisjugendring Rems-Murr e. V.
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Besuch in Brüssel

„Wenn sie Thriller lieben sind sie hier genau richtig“ – Junge Leute besuchen im Rahmen von „Komm waehlen“ die Institutionen der EU in Brüssel.

„Hier ist der Wahnsinn los“
Mit diesen Worten beschrieb Isabelle Trautmann, Mitglied des externen Sprecherteams der Europäischen Kommission in Brüssel die Institutionen der Europäischen Union. Im Rahmen des Projekts „Komm waehlen“, des Kreisjugendrings Rems Murr e.V. konnte sich eine Gruppe aus Teilnehmervertreterinnen des Berufsbildungswerks Waiblingen, Aalen und Schwäbisch Gmünd, sowie die Mitarbeiterinnen des Projekts vom 28. März bis zum 01.April vor Ort ein Bild machen.


Ziel des Projekts ist es junge Menschen im Rems – Murr – Kreis zur aktiven und passiven Teilnahme an den anstehenden Kommunal- und Europawahlen am 07.Juni zu bewegen.
Dieses Thema stand auch auf der Brüsselfahrt im Mittelpunkt. So konnten die jungen Leute auch schon von ersten Erfahrungen mit demokratischen Wahlen berichten, da sie als Teilnehmervertreterinnen ja selbst gewählt wurden. „Manche waren schon sauer, dass ich mehr Stimmen als sie erhalten hab“ sagt die 17 jährige Auszubildende Stefania. „Und am Essen kann ich halt leider auch nichts ändern.“ So sieht sie auch, dass es als gewählte Vertreterin nicht immer ganz einfach ist.

Am Samstag reiste die Gruppe erst mal nach Bad Liebenzell um sich auf der idyllischen Burg einen Tag lang mit Europa und den Institutionen der Europäischen Union zu beschäftigen. Welche Länder sind eigentlich seit wann dabei, und wo gibt es den Euro? Wie funktioniert eigentlich die Zusammenarbeit zwischen Europäischem Rat, Europäischer Kommission und dem Europäischen Parlament? Antworten auf diese Fragen wurden von den Teilnehmern in einer informativen Runde gemeinsam erarbeitet.

Bestens vorbereitet reiste die lustige Gruppe am Samstag Morgen dann per Bus in Richtung Brüssel. Die gute Stimmung wurde auch durch eine unfreiwillige längere Pause aufgrund von akutem Spritmangel nicht getrübt. Am Abend stand noch ein kleiner Spaziergang durch das vorwiegend von Migrantinnen bewohnte Stadtviertel Schaerbeek
auf dem Programm. Schon hier konnten erste Eindrücke von Brüssel als eine stark international geprägte Stadt gesammelt werden.

Am nächsten Morgen wurde die Gruppe dann von Frau Trautmann in einem Bürogebäude der Europäischen Kommission mitten im Europäischen Viertel in Empfang genommen.
Rund 60 Gebäude und um die 20 000 Beamte gehören neben den 27 Kommissaren aus den 27 Mitgliedsstaaten zur Kommission. Der engagierte, und sehr informative Vortrag vertiefte das Wissen über die verschiedenen Institutionen und deren Zusammenarbeit dann weiter. “Große Politik passiert in der Kaffeepause auf dem Gang“ so Frau Trautmann.

Fritten mit hunderten verschiedenen Soßen, Muscheln und zum Nachtisch Waffeln oder Pralinen. Endlich konnten die Teilnehmerinnen den landestypischen Köstlichkeiten probieren und die wunderschöne Brüsseler Altstadt rund um den „Grande Place“ bestaunen.

Am nächsten Tag stand nach einer Stadtführung ein Besuch der Landesvertretung von Baden – Württemberg auf dem Programm. Hier wurde die Gruppe mit Apfelsaft aus heimischen Streuobstwiesen, Mineralwasser aus dem Schwarzwald und Käsekuchen begrüßt.
Die Landesvertretung soll die typischen Eigenschaften von Baden – Württemberg repräsentieren und so unter den rund 300 Regionalvertretungen in Brüssel auffallen. Dazu passt sicherlich der im Garten angebaute Wein, natürlich zur Hälfte aus Baden und zur Hälfte aus Württemberg. Richtig traditionell ist dann auch die „Schwarzwaldstube“ im Keller mit extra angeschaffter Holzvertäfelung aus dem Ländle, Kukuksuhren, Kachelofen, Kostümen an den Wänden und heimischem Bier ausgestattet. Auch ein Krug des Backnanger Straßenfests darf dort natürlich nicht fehlen.

Bevor es am Mittwoch wieder nach Hause ging stand noch die Besichtigung des Europäischen Parlaments auf dem Programm, das dort 6 Mal im Jahr tagt. Interessant war hier die Problematik der vielen Sprachen. So hat jeder Platz einen Kopfhörer und es kann zwischen 24 Sprachen ausgewählt werden, was die Sitzungen sicherlich nicht immer ganz einfach macht.

Beladen mit jeder Menge Pralinen und vielen interessanten Informationen und Eindrücken aus Brüssel machten sich die Teilnehmerinnen dann wieder auf den Heimweg.

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Dieser Beitrag wurde am 6. April 2009 geschrieben und unter News eingeordnet.
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